Unser Hausener Dorfladen – Hilde

Unser Hausener Dorfladen – Hilde

Ein Laden war früher eine Selbstverständlichkeit in jedem Dorf, so auch in Hausen. Wichtig nicht nur für die Gewährleistung einer Grundversorgung mit Lebensmitteln, sondern auch als Treffpunkt für Alt und Jung. Kinder konnten selbständig zum Einkaufen gehen und kamen mit einem „Hildegutsle“ wieder nach Hause. Für viele ältere Menschen war der Einkauf fester Bestandteil ihres sozialen Lebens. Nachdem auch die Bäckerei in Hausen geschlossen hatte, war diese Möglichkeit zunächst beendet. Mittlerweile kann in Hausen wieder an zwei Orten eingekauft werden, im „Häusle“ des Moritzhofes und im „Biolädle“ bei Familie Jauch.

Mit dem Verein „PRIMA HAUSEN“ greifen wir auch die alte Ladentradition wieder auf, indem wir einen „Mitgliederladen“ eröffnen. Das hat viele Vorteile:

  • Menschen profitieren vom gemeinsamen Einkauf regionaler, ökologischer, fairer Produkte. Die nicht profitorientierte Preisgestaltung sorgt für einen vergleichsweise günstigen Preis.
  • Die Grundversorgung hier in Hausen wird gewährleistet.
  • Kürzere Wege, weniger Verpackung, mehr Nachhaltigkeit.

Zugleich wird eine regionale und ökologische bäuerliche Landwirtschaft gefördert. Die Idee eines Mitgliederladens oder einer Lebensmittelkooperative ist nicht neu – überall in Deutschland und anderen Ländern wird dieses Prinzip erfolgreich verwirklicht. Das Sortiment ist angepasst an die Wünsche und Interessen der Mitglieder- hier darf bei der Auswahl des Angebots gerne mitgeschwätzt werden. Die Lieferanten sind

  • örtliche Anbieter, die hier eine (zusätzliche) Verkaufsplattform haben … und die wir hiermit herzlich zur Mitarbeit einladen!
  • regionale Bioerzeuger (… wie z.B. der Linsenbauer aus Epfendorf )
  • ein Biogroßhändler
  • weitere persönlich bekannte Lieferanten

Wer beim Mitgliederladen mitmachen will, bezahlt neben seiner PRIMA Mitgliedschaft einen zusätzlichen monatlichen Beitrag. Davon werden die Grundkosten finanziert. Mitarbeit im Ladenteam ist erwünscht. Zugleich reduzieren sich die Kosten beim Wareneinkauf sehr deutlich im Vergleich zum regulären Verkaufspreis. Je nach Produkt z.B. Einkaufspreis+10%. Außerdem profitieren Mitglieder direkt von Sonderangeboten und Rabatten des Großhändlers. Nichtmitglieder können natürlich trotzdem einkaufen und bezahlen einfach die regulären Preise. Der Laden soll zunächst die bisherigen Öffnungszeiten Freitag-Samstag übernehmen. Eine Ausweitung der Öffnungszeiten ist möglich. Rechenbeispiel:

Familie Lustig ist Mitglied im Verein PRIMA und im Mitgliederladen „Hilde“. Sie bezahlt im Monat 10.- und kauft beim ersten Einkauf Waren für 40.- ein. Diese Waren würden in einem „normalen“ Bio-Laden ungefähr 60.- kosten. Somit haben Lustigs schon beim ersten Einkauf 10.- eingespart ( nämlich 20.- abzgl. Mitgliederbeitrag) und kommen so nahe an die Preise eines konventionellen Ladens. Außerdem kaufen sie noch ein paar Schnäppchen des Monats und haben bei alledem ein gutes Gefühl.

Bis der Hofladen von Familie Jauch in den Mitgliederladen umgewandelt werden kann, gibt es noch manches zu klären, das für uns optimale Modell von Organisation und Finanzierung will noch entschieden werden. Aber es gibt viele Vorbilder und Anleitungen, ja sogar eine Bundesarbeitsgemeinschaft der „Foodcoops“, von deren Wissen wir profitieren dürfen.

Anbei einige Beispiele: